Mein Bundesfreiwilligendienst in Bolivien

20Oktober
2017

Im Herzen Boliviens

Vom 13. bis zum 15. Oktober war ich mit meiner Gastfamilie in Cochabamba. Cochabamba ist mit 630.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Boliviens und liegt im Herzen des Landes. 

Am Freitagmorgen bin ich zusammen mit meinen Gasteltern und meiner jüngeren Gastschwester ganz früh von Tarija nach Cochabamba geflogen. Der Flug dauerte 50 Minuten. Wir sind in ein kleines Hotel nahe der Plaza de 14 de Septiembre eingecheckt und haben unsere Sachen abgelegt, um auf einem nahe gelegenen Essensmarkt zu frühstücken. Danach sind wir zur Plaza geschlendert, die von Gebäuden aus der Kolonialzeit umgeben ist und auf der sich Straßenkünstler, Touristen und Einheimische begegnen. Südlich vom Stadtzentrum liegt der Markt La Cancha, er soll der größte Straßenmarkt in ganz Südamerika sein. Der Mark zieht sich Straße um Straße durch die Stadt und ist an einigen Teilen von regem Verkehr geprägt. Von Blumen über Obst und Gemüse bis hin zu Anziehsachen und Spielzeug findet man hier nahezu alles, was das Herz begehrt und das zu manchmal unglaublichen Preisen. Ein Paradies für Schnäppchenjäger. Zum Mittag haben wir Familie meiner Gastmutter besucht und ich konnte einen weiteren Teil dieser großen und vor allem herzlichen Familie kennenlernen, die mich sofort auf- und annahm. Da Cochabamba viel größer ist als Tarija, findet man dort Malls und Einkaufszentren mit Läden, wie man es aus Deutschland gewohnt ist, und großen Foodcourts mit bekannten Fastfoodketten. Eine Attraktion für junge Leute ist die Partymeile, an der sich Pub an Disko an Bar reihen und die gerade am Freitagabend gut gefüllt war. So konnten wir bei eine Modenshow zuschauen, die direkt auf dem Boulevard stattfand, nachdem wir aus dem traditionellen Restaurant nebenan kamen. Eine gute Mischung.

Der Markt

Am Samstag besichtigten wir das Wahrzeichen von Cochabamba - die Christusfigur Cristo de la Concordia. Eine Seilbahn brachte uns auf den Berg, auf dem sie errichtet wurde und dadurch von fast jedem Punkt der Stadt aus zu sehen ist. Sie ist die größte Christusstatue der Welt und von oben hat man einen fantastischen über die Stadt. Am Nachmittag sind meine Gastschwester und ich über den Markt geschlendert und haben uns von einigen Schnäppchen locken lassen.

Cristo de la Concordia

Am Sonntagmittag haben wir zusammen mit der dort lebenden Familie an dem See Laguna Alalay gegessen, der sich neben dem Stadtzentrum erstreckt. Er ist nicht nur ein Touristenmagnet, weil hier Speed- und Bananabootfahren angeboten wird, sondern bietet auch eine herrliche Natur und einen tollen Blick auf die umliegenden Berge und Hochebenen.

Mit meiner Gastschwester Blanca

Generell ist Cochabamba sehr grün und überall sieht man Blumen und Gewächse blühen, die in Tarija gar nicht wachsen. Am späten Abend ging unser Flug dann zurück in die Heimat. Die Stadt hat mir sehr gut gefallen und ist es auf jeden Fall wert, besichtigt zu werden. Ich hab mich riesig gefreut, dass meine Gastfamilie mir angeboten hat, mich dorthin mitzunehmen und sie mir zu zeigen.